Zwischen Hamburg und Haiti · NDR Info

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Zwischen Hamburg und Haiti

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Mit dem Mikrofon rund um die Welt. Das ist die spannende Aufgabe, die sich unseren Autor*innen stellt. Um dann in unserem Podcast "Zwischen Hamburg und Haiti" zu erzählen, wie nahe und ferne Länder klingen, was die Menschen dort berichten, wie sie leben, was sie wünschen. Wir fragen unsere Reporter*innen aber auch, wie sie selber sich gefühlt haben beim Reisen, wie es ist, fremd in fernen Welten zu sein. Lassen Sie sich von unserem Podcast "Zwischen Hamburg und Haiti" einladen, mitzureisen und vielleicht auch eigene Reisepläne zu schmieden.

Alle Episoden

NDR Reporter Peter Kaiser in Dawson City in Alaska
24.10.2021

Klondike - Goldsuche in Alaska

Vor 120 Jahren erlebte die nordwestliche Bergregion einen legendären Goldrausch. Noch heute in Alaskas Region danach gesucht. Eine Sendung von Peter Kaiser Vor rund 120 Jahren erlebte die nordwestliche Bergregion in Kanada hin zur Grenze zu Alaska einen bis heute legendären Goldrausch. Bis heute wurden im "Klondike-Goldrush" über 570 Tonnen Gold aus dem Nebenfluss des Yukon-River gewaschen. Und noch heute wird am Klondike nach dem begehrten Edelmetall gesucht. Werden die "Miner", die Goldgräber, fündig, verspielten sie ihren Fund wie vor 120 Jahren noch heute im ältesten Saloon Kanadas in Dawson City. Dazu spielen die Damen der "Diamond Tooth Gerties"-Tanztruppe auf zu Jaques Offenbachs Cancan-Musik, oder man trinkt den "Sourtoe-Cocktail", einen in Whiskey eingelegten menschlichen Zeh. Ganz so wie Jack London, der hier ebenso einmal nach Gold suchte.

30 Min.
Der bayrischen Priester Martin Schlachtbauer auf Quitos Straßen
17.10.2021

Quito - Die Mitte finden

Das Feature begleitet die Menschen in Ecuadors Hauptstadt auf der Suche nach einem neuen Selbstverständnis in einer sich hastig wandelnden Welt. Von Max-Marian Unger Eingefasst von Vulkanen, erstreckt sich Ecuadors Hauptstadt über 50 Kilometer in das nördliche Andenhochgebirge. Auf einer Höhe von knapp 3.000 Metern liegt Quito nur 25 Kilometer südlich des Äquators. Die Metropole ist kultureller, religiöser und politischer Schmelztiegel des Landes - Sitz von Staatsführung, Militärspitze und Bischofskonferenz. Doch in Zeiten der Pandemie wird die hilfsbedürftige Bevölkerung vom Staat komplett allein gelassen. Im korruptionsgebeutelten Ecuador kommt Hilfe einzig von den Kirchen. Verschiedene Konfessionen unterstützen mit Nahrungs- und Kleiderspenden. Der Beistand erreicht bedürftige Ecuadorianer ebenso wie Menschen die aufgrund politischer Unruhen vermehrt aus Venezuela nach Ecuador fliehen. Das Feature begleitet die Menschen in Ecuadors Hauptstadt auf der Suche nach einem neuen Selbstverständnis in einer sich hastig wandelnden Welt.

36 Min.
Das Weltkulturerbe Machu Picchu in den Anden
17.10.2021

Weltwunder in den Anden: Machu Picchu | Reisebericht

Machu Picchu ist Weltkulturerbe und eines der neuen sieben Weltwundern. Der Ort hat große Pläne, wie er mit den vielen Touristen umgehen will. Eine Sendung von Tom Noga Machu Picchu ist Weltkulturerbe und eines der neuen sieben Weltwundern. Jetzt hat sich die Zitadelle der Inka ein großes Ziel ehrgeiziges Zieles gesetzt: Bis zum Jahr 2030 sollen ihre Emissionen um 45 Prozent reduziert werden und bis 2050 auf null sinken. Das ist ehrgeizig, denn die Zitadelle wurde vor der Pandemie von Touristen überrannt: 4.100 waren es im Tagesschnitt und 6.000 im Höchstfall. Besucher am Machu Picchu produzieren Müll Dabei waren und sind nur 2.500 erlaubt. Zum Schutz der Ruinen und der Terrassen, auf denen sie stehen. Und der Umwelt. Denn die Besucher produzieren Müll, der nur unzureichend entsorgt wurde. Und sie hinterlassen durch die Anreise mit Flugzeug, Zug und Bus einen großen ökologischen Fußabdruck. Was Machu Picchu dagegen tun will, hat Tom Noga erkundet.

24 Min.
Das Margaret Mitchell House in Atlanta - ein Museum, wo die Autorin "Vom Winde verweht" schrieb
10.10.2021

Atlanta - vom Feuer verbrannt, vom Winde verweht

Vor 85 Jahren ist der Roman "Vom Winde verweht" erschienen. Das Haus der Autorin Margaret Mitchell ist heute ein Museum. Eine Sendung von Guido Meyer Wer zu den unverbesserlichen Romantikern gehören, zu denen, die Liebesromane mit tragischem Ausgang mögen, und wer es toll findet, dass ein Buch von Schmerz und Leidenschaft nur so trieft - der hat in diesem Jahr Grund zum Anstoßen.  Roman "Vom Winde verweht" erschien vor 85 Jahren 85 Jahre sind es her, dass der Roman Vom Winde verweht erschienen ist; Gone with the Wind, wie er im Original heißt. In ihm kämpft der Norden gegen den Süden, und mittendrin schlugen sich Scarlett O'Hara und Rhett Butler. 1939, drei Jahre nach Erscheinen des Buches, zeigte erstmals ein Kino in den USA die gleichnamige Verfilmung. Es war ausgerechnet ein Kino in Atlanta, Georgia, jenem US-Bundesstaat also, der auch eine zentrale Rolle in dem Roman spielt.  Und dort hat sie auch gelebt und gearbeitet: Margaret Mitchell, die Schöpferin von Vom Winde verweht. Ihr einstiges Wohnhaus ist heute ein Museum, das Margaret Mitchell House. Ob im Rahmen einer Führung oder auf eigene Faust: Besucher können sich hier in die Mitte des vergangenen Jahrhunderts zurückversetzen. Zu sehen ist auch der kleine Schreibtisch, an dem die Autorin den Roman ihres Lebens verfasst hat. Und Platz für die eine oder andere Anekdote ist auch noch. Guido Meyer hat sich im Margaret Mitchell House umgesehen - und umgehört.

28 Min.
Ein Truck steht in einer Goldmine in Australien
19.09.2021

Zwischen Hamburg und Haiti: GoGo Western Australia

Unterwegs auf den Spuren der Goldsucher in Westaustralien auf dem 1.000 Kilometer langen Golden Quest Discovery Trail. Eine Sendung von Sven Weniger und Michael Marek Seit über 100 Jahren wird im Westen des fünften Kontinents Gold abgebaut - ein Rausch, der Ende des 19. Jahrhunderts Tausende Glücksritter aus aller Welt in die Einöde trieb. Damals nahmen die Goldsucher keinerlei Rücksicht auf die Natur und die Aborigines, die dort als einzige Menschen Tausende von Jahren lebten. Wie sieht es heute dort aus? Unterwegs auf dem Golden Quest Discovery Trail Michael Marek und Sven Weniger haben sich auf Spurensuche in den Eastern Goldfields begeben, dort, wo alles begann. Sie bereisten den Golden Quest Discovery Trail - eine 1.000 km lange Rundreise auf dem legendären Goldsucher-Trail aus der Hochzeit des Goldrausches.

33 Min.
Die Ionischen Inseln liegen am westlichen Rand Griechenlands im Mittelmeer. Italien ist nicht weit.
12.09.2021

Jungbrunnen Ionische Inseln

Eine Sendung von Till Lehmann Die Ionischen Inseln im Westen Griechenlands sind so vielfältig wie kaum eine andere griechische Region. Grüne Hügel, liebliche Buchten, unbewohnte Inseln, schroffe Klippen. Überall ist hier die Nähe zu Italien spürbar. In Städten und Dörfern finden sich Spuren der Venezianischen Herrschaft. Die Inseln waren nicht nur der Ausgangspunkt der legendären Abenteuer des Odysseus - sie sind bis heute Orte des Aufbruchs. Anastasia Gerolimatou ist mit 82 Jahren die älteste Windsurferin der Welt - verbrieft im "Guinnessbuch der Rekorde". Dabei hat sie erst im Alter von 40 Jahren damit angefangen. Schutz für Meeresschildkröten auf den Ionischen Inseln Annya McKenzie, Biologin aus England, und ihr Team von "Wildlife Sense" wollen die Meeres-Schildkröten rund um die Ionsichen Inseln schützen. Immer öfter rollt hier schweres Wetter aus dem Westen an. Durch die Klimaerwärmung haben die Stürme mittlerweile Kraft wie tropische Unwetter. Haris Amourgis sammelt alte VW-Käfer - er ist hin und weg von diesen Autos, seitdem er als kleiner Junge einen Disney-Film mit einem Käfer sah, der die Nummer 53 trug und Herbie genannte wurde. Vor sieben Jahren hat er den Käfer-Club von Kefalonia gegründet.

28 Min.
Transsibirische Eisenbahn
05.09.2021

10.000 Kilometer von Moskau nach Peking: unterwegs mit der Transsib

Eine Sendung von Rita Knobel-Ulrich Es ist die "Mutter aller Zugreisen", die Fahrt mit der Transsib durch das größte Land der Erde: Fast 10.000 Kilometer von Moskau nach Peking. Ein komfortabler, gar ein luxuriöser Zug ist sie nicht. Russen nutzen sie mit Kisten, Koffern und Kindern als preiswertes Transportmittel vom europäischen Westen Russlands nach Sibirien, für Rucksackreisende aus den kleinen Ländern Europas ist sie dagegen ein Abenteuer. Draußen ziehen endlose Birkenwälder, kleine Dörfer, riesige aus dem Boden gestampfte Städte wie Novosibirsk "Neusibirien" vorbei. Temperaturunterschiede von minus 50 Grad im Winter Unterwegs stehen immer wieder Streckenwärterinnen mit einer kleinen gelben Fahne und signalisieren freie Fahrt, Gleisarbeiter sind unablässig dabei, die Trasse in Ordnung zu halten, denn die Schienen müssen Temperaturunterschiede von minus 50 Grad im Winter und plus 30 Grad im Sommer aushalten. Es geht am Baikalsee entlang, für Russen ein "Heiliges Meer", durch die Wüste Gobi und die Mongolei, an der Großen Mauer entlang bis nach Peking.

34 Min.
Das einzige Dorf auf der Insel Corvo der Azoren
29.08.2021

Die Azoren - von stürmischen Winden und einer Kokainschwemme

Das Azorenhoch sorgt meist für Sonnenschein in Mitteleuropa. Auf den neun Inseln selbst spielen dagegen Wind und Regen oft die Hauptrolle. Eine Sendung von Oliver Neuroth Die Azoren kennen viele aus dem Wetterbericht: Das Azorenhoch sorgt meist für Sonnenschein in Mitteleuropa. Auf den neun Inseln selbst spielen dagegen Wind und Regen oft die Hauptrolle, was das Leben der Bewohner zu einer Herausforderung macht. Einige Inseln sind manchmal tagelang nicht erreichbar. Für viele Segler sind die Azoren ein strategischer Punkt: Sie legen bei Atlantiküberquerungen einen Stopp dort ein. Azoren: auch für Naturliebhaber ein lohnenswertes Ziel Aber auch für Naturliebhaber ist die Inselgruppe eine Reise wert. Nirgendwo sonst in Europa finden sich solche spektakuläre Vulkankrater und Wasserfälle. Das Leben in Teilen der Hauptinsel São Miguel wird allerdings von einem Drogenproblem überschattet, das vor 20 Jahren auf kuriose Art und Weise seinen Lauf nahm. Für "Zwischen Hamburg und Haiti" war Oliver Neuroth auf den Azoren.

27 Min.
Der Platz des Himmlischen Friedens (Tian'anmen) im Jahr 2015 - Menschen auf Fahrrädern fahren am Platz vorbei
22.08.2021

Früher war mehr Offenheit … China 1987 und 2021

Dethard Fissen erlebte 1987 ein China, in dem sich junge Leute dem Westen öffneten. Steffen Wurzel, ARD Korrespondent erläutert: Heute schottet sich China wieder ab. Von Dethard Fissen und Steffen Wurzel, ARD Studio Shanghai, Moderation: Juliane Eisenführ Dethard Fissen reiste 1987 für "Zwischen Hamburg und Haiti" in ein exotisches, für deutsche Touristen noch sehr fremdes Land. Die Peking-Oper, das Interesse junger Leute an westlicher Kultur, die uralte chinesische Kultur: Das alles faszinierte ihn -bei dem Bestreben, das riesige Land zu verstehen. Der Schwerpunkt der Reise von Dethard Fissen war Peking - heute meistens Beijing. Ihm erschien Vieles widersprüchlich. "Ein Land der jahrhundertelangen Isolation, in dem die Vergangenheit beschworen wird und Ansprüche an die politische Gegenwart formuliert werden. In dem man das Wesen des Sozialismus erkundet und gleichzeitig den Verlockungen der Privatwirtschaft nachgibt." China ist noch heute nicht leicht zu erfassen Das riesige China ist noch heute nicht leicht zu erfassen - bestätigt Steffen Wurzel, seit fünf Jahren ARD-Korrespondent in Shanghai. Doch wo Dethard Fissen 1987 Studierende kennen lernte, die an Demokratie interessiert und demonstrationswillig waren, hat sich die Lage inzwischen geändert. Nachdem 1989 die Demonstrationen am Tian An Men Platz blutig niedergeschlagen wurden ist der Widerstand gebrochen. Man hat sich generell arrangiert - und spricht möglichst wenig über die Vergangenheit. Nicht über die Studentenunruhen, nicht über Maos Kulturrevolution, die Hunderttausende das Leben gekostet hat. China will modern - auch westlich sein China will modern - auch westlich sein - schottet sich aber gleichzeitig wieder viel mehr ab als in den 80er-Jahren, bilanziert Steffen Wurzel im Gespräch mit Juliane Eisenführ. Geblieben sei allerdings der Stolz. Nach wie vor beschwöre man gerne die großartige Vergangenheit des alten China. Der Kontrast zwischen der Reportage von 1987 und den Verhältnissen von heute ermöglicht eine faszinierende Zeitreise.

25 Min.

Dethard Fissen erlebte 1987 ein China, in dem sich junge Leute dem Westen öffneten. Steffen Wurzel, ARD Korrespondent erläutert: Heute schottet sich China wieder ab. Von Dethard Fissen und Steffen Wurzel, ARD Studio Shanghai, Moderation: Juliane Eisenführ Dethard Fissen reiste 1987 für "Zwischen Hamburg und Haiti" in ein exotisches, für deutsche Touristen noch sehr fremdes Land. Die Peking-Oper, das Interesse junger Leute an westlicher Kultur, die uralte chinesische Kultur: Das alles faszinierte ihn -bei dem Bestreben, das riesige Land zu verstehen. Der Schwerpunkt der Reise von Dethard Fissen war Peking - heute meistens Beijing. Ihm erschien Vieles widersprüchlich. "Ein Land der jahrhundertelangen Isolation, in dem die Vergangenheit beschworen wird und Ansprüche an die politische Gegenwart formuliert werden. In dem man das Wesen des Sozialismus erkundet und gleichzeitig den Verlockungen der Privatwirtschaft nachgibt." China ist noch heute nicht leicht zu erfassen Das riesige China ist noch heute nicht leicht zu erfassen - bestätigt Steffen Wurzel, seit fünf Jahren ARD-Korrespondent in Shanghai. Doch wo Dethard Fissen 1987 Studierende kennen lernte, die an Demokratie interessiert und demonstrationswillig waren, hat sich die Lage inzwischen geändert. Nachdem 1989 die Demonstrationen am Tian An Men Platz blutig niedergeschlagen wurden ist der Widerstand gebrochen. Man hat sich generell arrangiert - und spricht möglichst wenig über die Vergangenheit. Nicht über die Studentenunruhen, nicht über Maos Kulturrevolution, die Hunderttausende das Leben gekostet hat. China will modern - auch westlich sein China will modern - auch westlich sein - schottet sich aber gleichzeitig wieder viel mehr ab als in den 80er-Jahren, bilanziert Steffen Wurzel im Gespräch mit Juliane Eisenführ. Geblieben sei allerdings der Stolz. Nach wie vor beschwöre man gerne die großartige Vergangenheit des alten China. Der Kontrast zwischen der Reportage von 1987 und den Verhältnissen von heute ermöglicht eine faszinierende Zeitreise.

Bewohner von Kolvari in den Mangrovenwäldern der Sundarbans
13.08.2021

Die Sundarbans - Der größte Mangrovensumpf der Welt

Von Achim Nuhr Im Grenzgebiet von Indien und Bangladesch, wo mächtige Flüsse in den Golf von Bengalen münden, liegen die Sundarbans. In dem größten Mangrovensumpf der Welt leben fast fünf Millionen Inder sowie zwei Millionen Bangladeschis, viele von ihnen auf überfüllten Inseln. Weil der Meeresspiegel steigt, bröckelt ihre Heimat: Mehrere Inseln versanken bereits komplett im Meer, weitere könnten in den nächsten Jahren folgen. Tausende Familien verloren bereits ihre Äcker, die Vereinten Nationen erklärten sie zu Umweltflüchtlingen. Der Autor bereiste die Sundarbans und fragte Einwohner und Experten nach der Zukunft der Region, die nur 80 Kilometer unterhalb der Millionenstadt Kalkutta beginnt.

27 Min.
Die blauen Kuppeln der Neuen Kathedrale sind das weithin sichtbare Wahrzeichen der Stadt Cuenca.
08.08.2021

Ecuador - Auf den Spuren der Inkas

Eine Sendung von Thomas H. A. Becker Drei Weltkulturerbe der UNO vereinigen sich in Cuenca: Eines beginnt noch vor den Toren der Stadt: Durch das Naturschutzgebiet Cajas mit seinen Andenkondoren und Brillenbären verläuft der Qhapaq Ñan. Das ist Kichwa, die Sprache der Ureinwohner Ecuadors. Besser bekannt ist das Wegesystem als der Inka-Trail. Das "Volk der Sonne" hat auf ihm Handel getrieben und Kriege geführt. Noch heute führt der Inka-Trail durch Cuencas Innenstadt. Allerdings reiht sich jetzt Kneipe an Kneipe. Inka Trail führt durch Cuencas Innenstadt Er ist die Partymeile des 300.000-Einwohner-Städtchens, hoch in den ecuadorianischen Anden, keine 300 Kilometer vom Äquator entfernt. Die Altstadt steht schon seit über 20 Jahren unter dem Schutz der UNESCO. Ihre charmanten Kolonialbauten und eleganten Bürgerhäuser säumen den zentralen Platz, den Parque Plaza Abdón Calderón: Um seinen kleinen Steinbrunnen spielen Kinder, alte Menschen sitzen auf den Bänken und betrachten gelassen das Treiben von Straßenverkäufern, Schuhputzern und den zähflüssigen Verkehr auf den Kopfsteinpflasterstraßen vor den gleich zwei Kathedralen der Stadt. Panamahut - bekanntester Exportartikel Cuenca ist gelassen - aber elegant. So wie der bekannteste Exportartikel der Stadt: Der sogenannte Panama-Hut hat schon die Köpfe von Erich Honecker, Winston Churchill und Humphrey Bogart geschmückt. Allerdings kennt kaum jemand die wahre Herkunft des mondänen Strohhutes. Der Panama-Hut heißt eigentlich Paja-Toquilla und kommt aus Ecuador. Die traditionelle Handwerkskunst des Hutwebens ist einzigartig und wurde deshalb ebenfalls als Welterbe anerkannt. NDR Reporter Thomas Becker lebt in dem kleinen Land am Äquator. Sein Besuch im charmante Kolonialstädtchen, rund 2.500 Meter über der tropischen Tiefebene, wird sein vorerst letzter Bericht aus Ecuador sein, bevor er nach sechs Jahren in seine norddeutsche Heimat Braunschweig zurückkehrt.

30 Min.

Eine Sendung von Thomas H. A. Becker Drei Weltkulturerbe der UNO vereinigen sich in Cuenca: Eines beginnt noch vor den Toren der Stadt: Durch das Naturschutzgebiet Cajas mit seinen Andenkondoren und Brillenbären verläuft der Qhapaq Ñan. Das ist Kichwa, die Sprache der Ureinwohner Ecuadors. Besser bekannt ist das Wegesystem als der Inka-Trail. Das "Volk der Sonne" hat auf ihm Handel getrieben und Kriege geführt. Noch heute führt der Inka-Trail durch Cuencas Innenstadt. Allerdings reiht sich jetzt Kneipe an Kneipe. Inka Trail führt durch Cuencas Innenstadt Er ist die Partymeile des 300.000-Einwohner-Städtchens, hoch in den ecuadorianischen Anden, keine 300 Kilometer vom Äquator entfernt. Die Altstadt steht schon seit über 20 Jahren unter dem Schutz der UNESCO. Ihre charmanten Kolonialbauten und eleganten Bürgerhäuser säumen den zentralen Platz, den Parque Plaza Abdón Calderón: Um seinen kleinen Steinbrunnen spielen Kinder, alte Menschen sitzen auf den Bänken und betrachten gelassen das Treiben von Straßenverkäufern, Schuhputzern und den zähflüssigen Verkehr auf den Kopfsteinpflasterstraßen vor den gleich zwei Kathedralen der Stadt. Panamahut - bekanntester Exportartikel Cuenca ist gelassen - aber elegant. So wie der bekannteste Exportartikel der Stadt: Der sogenannte Panama-Hut hat schon die Köpfe von Erich Honecker, Winston Churchill und Humphrey Bogart geschmückt. Allerdings kennt kaum jemand die wahre Herkunft des mondänen Strohhutes. Der Panama-Hut heißt eigentlich Paja-Toquilla und kommt aus Ecuador. Die traditionelle Handwerkskunst des Hutwebens ist einzigartig und wurde deshalb ebenfalls als Welterbe anerkannt. NDR Reporter Thomas Becker lebt in dem kleinen Land am Äquator. Sein Besuch im charmante Kolonialstädtchen, rund 2.500 Meter über der tropischen Tiefebene, wird sein vorerst letzter Bericht aus Ecuador sein, bevor er nach sechs Jahren in seine norddeutsche Heimat Braunschweig zurückkehrt.

Die Festung Petra in Georgien
01.08.2021

Georgien - Die Erben der alten Kolchis

Von Tatjana Montik Wo ist das legendäre Land gewesen, dem im antiken Griechenland so viele Sagen, Mythen, Gedichte und sogar Theaterstücke gewidmet wurden? Wo ist das Königreich gewesen, das vom mächtigen König Aetes regiert wurde, dessen Tochter, die Zauberin Medea, als die Begründerin der Medizin galt und dem griechischen Helden Jason zu seinem Glück verhalf? Wohin steuerten die griechischen Argonauten, um in den Besitz des Goldenen Vlieses zu kommen? Diese Fragen haben im Laufe der Geschichte viele interessiert. Unter anderem Heinrich Schliemann, den berühmt-berüchtigten deutschen Laien-Archäologen, der nach seinen Ausgrabungen in Troja auch den Palast des kolchischen Königs Aetes ausfindig machen wollte. Wo lag die alte Kolchis, dieses geheimnisvolle Land, das Traumziel der griechischen Helden? Was ist derzeit auf dessen Gebiet zu sehen und zu erleben? Auf der Suche nach dem Traumziel Kolchis der griechischen Helden in Georgien Tatjana Montik hat sich all diese Fragen gestellt. Um herauszufinden, was von diesem antiken und einst mächtigen Staat an der Schwarzmeerküste heute noch zu sehen ist, hat sie sich in Westgeorgien auf die Suche nach den Erben der alten Kolchis gemacht. Sie besucht Griechen, die bis heute in Georgien leben, sie berichtet von der Tradition des Tee-Anbaus im Südkaukasus sowie über eine gelungene Symbiose des christlichen und moslemischen Glaubensbekenntnisses in den georgischen Familien.

37 Min.