Treffpunkt Klassik

Kann Oper so funktionieren? "Boris Godunow" in Zürich mit ungewöhnlichem Corona-Konzept

Das Opernhaus Zürich hat am vergangenen Sonntag seine Spielzeit eröffnet - mit einer der großformatigen, wuchtigen Opern des Repertoires: "Boris Godunow" von Modest Mussorgsky. Die Aufführungen können selbstverständlich nur unter Einhaltung der coronabedingten Sicherheitsbestimmungen über die Bühne gehen. Eine Methode zur Einhaltung der Hygiene ist ziemlich originell: Orchester und Chor sind nicht vor Ort - sie werden live von einer Probebühne übertragen. Aber: Kann Oper so funktionieren? Oder sind die Opfer, die man in Kauf nimmt, nicht eigentlich doch zu groß? Opernredakteur Bernd Künzig schildert seine Eindrücke.

Szenenbild aus der Oper Boris Godunow von Modest Mussorgsky
8 Min. | 22.9.2020