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Deniz Ohde liest aus "Streulicht"

Deniz Ohde erzählt in ihrem ersten Roman „Streulicht“ vom sozialen Aufstieg gegen alle Widerstände. Eine Frau erinnert sich an ihre Kindheit: an ihren deutschen Vater, einen Fabrikarbeiter, und an ihre freiheitsliebende türkische Mutter. Ein Lebensgefühl zieht sich durch den Roman: als deutsch-türkisches Arbeiterkind fremd und weniger wert zu sein als andere. Deniz Ohde spürt in ihrem Debüt dem Bildungsversprechen unserer Gesellschaft nach und reflektiert über Ungleichheiten, Zuschreibungen und Erwartungen. Für ihren ersten Roman ist Deniz Ohde in diesem Jahr mit dem Literaturpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung und dem Aspekte-Literaturpreis ausgezeichnet worden, außerdem stand sie auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Nadine Kreuzahler spricht mit Thorsten Dönges vom LCB über seine Lektüreeindrücke und mit Deniz Ohde über das plötzliche Rampenlicht, das Schreiben und sie klärt, wie autobiografisch das Ganze eigentlich nun ist. Im Gespräch mit Nadine Kreuzahler stellt Deniz Ohde ihren Roman vor. Eine neue Folge unserer Reihe in Kooperation mit dem Literarischen Colloquium Berlin.

Deniz Ohde © Arne Dedert/dpa
34 Min. | 17.10.2020