Weitwinkel

Civil War Reloaded: Wie die Geschichte der Sklaverei die USA entzweit

Der US-Bürgerrechtler und Jurist Bryan Stevenson hat mit Blick auf den Rassismus in den Vereinigten Staaten mal gesagt: "Wir müssen verstehen - das Schlimme an der amerikanischen Sklaverei war nicht die Zwangsarbeit allein; es war die Idee, dass schwarze Menschen nicht so viel wert sind wie weiße Menschen." Er meint, diese Idee wirke bis heute nach, obwohl im US-Bürgerkrieg um die Sklaverei die Nordstaaten gewonnen und die Sklaven befreit haben. "Der Norden hat den Bürgerkrieg gewonnen, aber der Süden hat die Erzählung darüber für sich entschieden. Die Südstaaten mussten niemals eingestehen, dass die Sklaverei ein Fehler war." Lässt sich tatsächlich ein Verbrechen wie die Sklaverei schönreden? Diese Frage beschäftigt Sebastian Felser im Gespräch mit ARD-Washington-Korrespondent Sebastian Hesse.

Die Inschrift des Sockels einer Statue von George Washington ist mit dem Schriftzug "Black Lives Matter" überschrieben.
34 Min. | 9.10.2020