Wissen

Demokratie von unten? - Neue Parallelgesellschaften in Osteuropa

Neue Parallelgesellschaften in Osteuropa. Die EU-Erweiterung hat nicht gehalten, was sie versprach, und Europa versinkt im grenzenlosen Egoismus. Das ist das Fazit vieler Osteuropäer, 20 Jahre nach dem Fall der Mauer. Statt Wohlstand erleben sie Verarmung, statt Demokratie die Unterwerfung der Politik unter Wirtschaftsoligarchien. Im Stillen entstehen jedoch Parallelgesellschaften, die lokale Währungen oder Tauschbörsen einführen. Es sind Künstler, die ihre Bilder, Romane, Gedichte nicht in Verlagen, Galerien oder im Internet darbieten, sondern eigenhändig verkaufen, von Schule zu Schule, von Kirche zu Kirche und so langsam bekannt werden. Es sind "Sozialläden", bei denen man Lebensmittel auch gegen Arbeit kaufen kann und Baugemeinschaften, die sich selbst und anderen Häuser bauen. Sie schaffen sich ihr eigenes Gesundheitswesen, ihre eigenen Kultur- und Bildungseinrichtungen.

Eine Frau mit einer Sonnenbrille, auf der sich eine Weltkarte, eine Doppelhelix und ein Motiv von DaVinci spiegeln.
27 Min. | 8.9.2009