Philipp Schaller (l.) im neuen Programm der Herkuleskeule "Rabimmel, Rabammel, Rabumm"
MDR KULTUR

Kabarettist Phillipp Schaller: "Wir haben verlernt zu streiten"

Gespräche · 28.01.2024 · 42 Min.
Philipp Schaller (l.) im neuen Programm der Herkuleskeule "Rabimmel, Rabammel, Rabumm"
Erscheinungsdatum
28.01.2024
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Sendung

Phillipp Schaller ist nicht weniger als Teil einer Dynastie. Der Dresdner Kabarettdynastie, die sein Vater, Wolfgang Schaller, als einer der bedeutendsten Satiriker und Kabarett-Autoren des Ostens begründet hat. Und auch, wenn der Sohn eigentlich mal die berufliche Laufbahn eines Pädagogen einschlagen wollte, die Gene haben am Ende gesiegt. So ist Philipp Schaller heute nicht nur in Nachfolge seines Vaters künstlerischer Leiter der Dresdner Herkuleskeule geworden, sondern vor allem auch ein ausgezeichneter Autor kabarettistischer Texte, die landauf, landab von allen namhaften Kabarett-Ensembles zwischen Rostock und Erfurt gespielt werden. Das ist wohl einerseits so, weil die satirische Qualität stimmt und Schalters Pointen ins Schwarze treffen, andererseits, weil es ihm gelingt, politische und gesellschaftliche Ereignisse nicht schwarz-weiß, sondern differenziert anzufassen, so wie das Stimmungsbild der Bevölkerung - vor allem der im Osten - es vorzeichnet. Philipp Schaller bemüht sich darum, verschiedenen Perspektiven gerecht zu werden, was ihm durchaus auch Widerspruch und Kritik einbringt von solchen, die andere Meinungen als die eigene nicht gern gelten lassen. Gerade das ist aber eine Auszeichnung und ein Alleinstellungsmerkmal. Was den Dresdner sonst noch beschäftigt, wie er sich die Bühne erobert hat, wie das Aufwachsen war in einem "Kabarettisten-Haushalt", wie viel Emanzipation nötig ist, um mit einem "Über-Vater" das eigene künstlerische Standing zu finden, darüber spricht Philipp Schaller im MDR KULTUR Café. Eine Sendung von Ilka Hein. Redaktion: Gabriele Bischoff