Eine Anzeigetafel der Kölner Verkehrsbetriebe zeigt den Fahrgästen im Bahnhof an, das heute keine Zugverkehr im öffentlichen Nahverkehr stattfindet.
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Beamtenbund zu Warnstreiks: Werden Druck erhöhen, falls Arbeitgeber nicht nachlegen

SWR Aktuell im Gespräch · 27.03.2023 · 4 Min.
Eine Anzeigetafel der Kölner Verkehrsbetriebe zeigt den Fahrgästen im Bahnhof an, das heute keine Zugverkehr im öffentlichen Nahverkehr stattfindet.
Erscheinungsdatum
27.03.2023
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Es ist einer der größten Warnstreiks, den Deutschland je erlebt hat. In vielen Teilen Deutschlands geht im Bahn-, Bus-, Flug- und Schiffsverkehr nichts mehr. Verdi und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG haben den Verkehr lahmgelegt, um ihrer Forderung nach 10,5 Prozent mehr Einkommen Nachdruck zu verleihen. Die Arbeitgeber sagen, die Forderungen der Gewerkschaften seien nicht zu finanzieren. Ebenfalls zum Warnstreik aufgerufen hat der Gewerkschafts-Dachverband DBB Beamtenbund und Tarifunion. Dessen Bundesvorsitzender Ulrich Silberbach hat die öffentlichen Arbeitgeber in SWR Aktuell aufgefordert, ihr Angebot in den Verhandlungen deutlich nachzubessern. Es sei genug Geld vorhanden: "Die Kolleginnen und Kollegen haben kein Verständnis dafür, dass dieser Staat hunderte von Milliardenbeträgen in die Systeme streut und dass sie in die Röhre schauen sollen. Das passt nicht in die Zeit." Warum er das Angebot für eine "Mogelpackung" hält, sagt Silberbach im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich.