Munition für einen Kampfhubschrauber
SWR Aktuell

Munitionsengpass in der NATO: "Ein hausgemachtes Problem"

SWR Aktuell im Gespräch · 14.02.2023 · 6 Min.
Munition für einen Kampfhubschrauber
Erscheinungsdatum
14.02.2023
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Für Christian Mölling, den stellvertretenden Direktor der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), kommt der Munitionsengpass der NATO nicht überraschend. Aus dem vorhandenen "Pool" an Munition müssten die NATO-Staaten ihre Bedarfe decken und auf der anderen Seite müsse die Ukraine weiter unterstützt werden. Bisher habe man sich nicht darum gekümmert, die Munitionsbestände wieder aufzufüllen. Das Problem, was sich jetzt ergebe, sei hausgemacht "und seit Jahren akzeptiert gewesen, dass man so wenig Munition hat", so Mölling. Deshalb müsse die Industrie quantitativ und qualitativ leistungsfähiger werden. Entscheidungen, die jetzt getroffen würden, hätten aber unmittelbar erst mal keine konkreten Auswirkungen auf die Fähigkeiten der Ukraine, sich zu verteidigen. Darauf weist der Experte hin. Warum Hilfszusagen immer erst mit deutlicher Zeitverzögerung Wirkung zeigen und warum auch die Lieferung von Kampfjets durchaus sinnvoll sein könnte, erklärt Mölling im Gespräch mit SWR2 Aktuell-Moderator Pascal Fournier.