Luis Rubiales (M), Präsident des spanischen Fußballverbandes RFEF, umarmt die spanische Nationalspielerin Aitana Bonmati auf dem Podium nach dem Sieg Spaniens im Finale der Fußballweltmeisterschaft der Frauen gegen England im Stadium Australia in Sydney
SWR Aktuell

Warum sich Führungskräfte bei Fehlverhalten oft mit dem Rücktritt schwertun

SWR Aktuell im Gespräch · 11.09.2023 · 4 Min.
Luis Rubiales (M), Präsident des spanischen Fußballverbandes RFEF, umarmt die spanische Nationalspielerin Aitana Bonmati auf dem Podium nach dem Sieg Spaniens im Finale der Fußballweltmeisterschaft der Frauen gegen England im Stadium Australia in Sydney
Erscheinungsdatum
11.09.2023
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Drei Wochen nach dem sogenannten Kuss-Skandal ist Luis Rubiales als Präsident des spanischen Fußballverbandes zurückgetreten. Der Fall hatte sich daran entzündet, dass er der Fußball-Weltmeisterin Jennifer Hermoso bei der Siegerehrung einen Kuss aufgezwungen hatte. Rubiales hatte bislang kein Fehlverhalten eingeräumt und von einer Kampagne gegen ihn gesprochen. Seine Reaktion istfür den Arbeitspsychologen Michael Kastner typisch. Kastner sagte in SWR Aktuell: "Für solche Leute hat sich bisher das falsche Verhalten immer gelohnt. Ich gebe nichts zu, bis zuletzt. Oder ich habe dann fürchterliche Erinnerungslücken. Es gibt ja auch Bundeskanzler, denen so etwas passiert. Und ich rücke nur mit der Wahrheit heraus, wenn sie absolut unwiderlegbar ist." Sich ordentlich zu entschuldigen, lohne sich für diese Leute nicht. Warum sie dabei nicht begriffen, dass sie ihre Situation verschlimmerten, darüber hat der Psychologe Kastner mit SWR Aktuell-Moderator Christian Rönspies gesprochen.